Thrill and Blood – Monster muss man töten

Aktuelles , Rezensionen 🕔April 2, 2018

Thrill and Blood bewertet

Monster muss man töten von Marvin Buchecker
mit 8,5 von 10 Punkten

„Thrill and Blood“ – der Bücherblog entführt Euch hauptsächlich in die Welt des Horrors, Thrillers und Psychothrillers. Aber auch Ausflüge in andere Genre sind möglich.

Produktinformation

  • Autor: Marvin Buchecker
  • Buchtitel: Monster muss man töten
  • Taschenbuch: 244 Seiten
  • Verlag: JustTales Verlag
  • Auflage: 1 (14. März 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • Taschenbuch
    ISBN-13: 978-3-947221-10-3
  • E-Book
    ISBN-13: 978-3-947221-11-0

Handlung:

Reken: In dieser friedlichen Gemeinde stolpert eine junge Joggerin eines Tages über eine Leiche am Waldweg. Das Gesicht des Toten ist bis zur Unkenntlichkeit eingeschlagen, so dass die örtliche Polizei die junge Profilerin Tanja Wilkes als Unterstützung zur Aufklärung des Mordes einfordert. Der Einsatz neuer und moderner Techniken soll sie und die örtliche Polizei bei der Aufklärung unterstützen, notfalls auch gegen den Willen des ortsansässigen Kommissar Samt, der von weiblichen Kollegen nicht viel hält, da diese seiner Meinung nach nichts bei der Polizei zu suchen haben.

Dabei ahnt sie nicht, in was für ein Intrigennetz sie dort gerät und welch schreckliches Geheimnis sie aufspürt.

Tanja erkennt leider auch viel zu spät, wer ihr wahrer Feind ist und welche Absichten er hat.

Meine Einschetzung:

Das Cover ist sehr düster und stellt einen jungen Mann dar, der von einer dunklen bösartigen Gestalt, z. B. einem Dämonen, festgehalten wird und dessen Zunge sich zum Ohr des Mannes erstreckt. Der Gesichtsausdruck des Mannes hat dabei einen psychopatischen, sogar einen leicht bösartigen Touch. Die Darstellung der abgebildeten Gestalten wirkt auf mich leicht marionettenartig, wobei die dunkle und bösartige Gestalt wohl der Drahtzieher ist. Allein schon das Cover machte mich neugierig.

Mir gefällt auch, dass der Klappentext kurz, aber dafür geheimnisvoll geschrieben ist. Ich wollte nun wissen, was für ein Mensch der Täter ist und ob in und in welche Gefahren sich die Ermittlerin wohl begeben wird. Daher habe ich mir dieses Buch letztendlich auf der Leipziger Buchmesse gekauft.

Bevor der Autor uns in das Geschehen eintauchen lässt, führt er uns kurz in die Kindheit eines Protagonisten zurück. Solche Rückblenden kommen in der Geschichte öfters vor, in dem der Autor detailliert die schwere Kindheit des Protagonisten beschreibt. Wer der Protagonist jedoch ist, bleibt die ganze Zeit geheim und man rätselt im Verlauf der Geschichte darüber, welche Person es sein kann. Keine Angst zum Ende hin erhält man die Auflösung 🙂  Diese Rückblenden haben mich manchmal auch etwas verwirrt und zum Grübeln gebracht, so dass ich dann etwas Zeit gebraucht habe , wieder mich voll und ganz auf die Geschichte zu konzentrieren.

Die Charaktere sind detailliert beschrieben und haben jeweils ihre eigene Ausdrucksweise vom Autor erhalten. In diesem Zusammenhang gefällt mir besonders die Darstellung der Ermittlerin Tanja Wilkes.  Sie eine sehr willensstarke, selbstbewusste und ehrgeizige Frau, die sich nicht so schnell von jemand anderes und schon gar nicht von dem anderen Geschlecht unterkriegen lässt. Auch in der Zusammenarbeit mit Kommissar Samt und in ihrer Ermittlungsarbeit bleibt sie ihrem Arbeitsstil treu und folgt auch oftmals ihren Instinkten.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Szenen nicht zu langatmig. Die Einbauung der unvorhersehbaren „Plot Twists“ sowie manche Szenen geheimnisvoll enden zu lassen, ist sehr gut gelungen. Auch die Spannung bleibt von der ersten Seite über die ganze Geschichte hinweg bestehen. Das Ende hat es noch mal in sich und schließt die Geschichte ab. Auch hier ist wiederum ein kleiner Überraschungseffekt eingebaut.

Mir gefällt auch der Bezug bzw. die Bindung zu Nordrhein-Westfalen. Der Haupthandlungsort ist Reken, aber auch weitere Städte von Nordrhein-Westfalen werden erwähnt – beispielweise wird die Profilerin Tanja Wilkes von der Polizei Gelsenkirchen zur Unterstützung geschickt. Als Gelsenkirchenerin (ich bin dort geboren, aufgewachsen und lebe derzeit immer noch in Gelsenkirchen) ist man schon etwas Stolz, wenn in einer Geschichte die Stadt namentlich vorkommt und dann noch in einem positiven Zusammenhang, denn Tanja Wilkes ist eine gute und erfolgreiche Profilerin. Ansonsten kennt man Gelsenkirchen nur durch den Fußballverein Schalke 04 oder durch die hohe Arbeitslosenzahl.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch noch: An manchen Stellen des Buches passiert einfach zu viel gleichzeitig, so dass viele Szenenwechsel und somit Handlungen anderer Personen, die teilweise auch noch nicht bekannt sind, stattfinden. Das waren dann einfach zu viele Informationen auf einmal und hat mir persönlich das Folgen der Geschichte etwas erschwert.

Fazit / Bewertung

„Monster muss man töten“, ist ein spannender, fesselnder und gut geschriebener Psychothriller, in dem auch etwas Blut fließt. Auch mit Gewalt und Brutalität wurde nicht gespart. Da ich härtere und extremere Sachen durch den Festa Verlag gewohnt bin waren die Szenen für mich jetzt nicht schlimm und eher „harmlos“. Wenn man aber mit Brutalität und Gewalt in Büchern nicht umgehen bzw. die Darstellung solcher Szenen nicht verarbeiten kann, sollte sich starke Nerven aneignen oder es lieber nicht lesen. Allen anderen kann ich dieses Buch nur empfehlen. Es ist wirklich unterhaltsam.

Ich vergebe 8,5 skull-and-crossbones-fake-tattoos-j  von 10 skull-and-crossbones-fake-tattoos-j

Zur Info: Meine Wertungspunkte vergebe ich in Totenköpfen von 1-10, wobei 1 sehr schlecht und ununterhaltsam und 10 entsprechend sehr empfehlenswert und unterhaltsam ist.